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Modellprojekt Bildung integriert im Landkreis Nordhausen

 

Seit September 2015 ist im Landkreis Nordhausen das Projekt „Bildung integriert“ verortet. Im Rahmen des durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds geförderten Projektes wird der Aufbau eines strategischen Bildungsmonitorings und Bildungsmanagements angestrebt.

Grundannahme ist es, dass Bildung ein ganzheitlicher und lebensumspannender Prozess ist und an vielen Orten des öffentlichen Lebens und in vielen verschiedenen Lebensphasen stattfindet. 

Die Kommune verfügt über vielfältige Möglichkeiten in der Ausgestaltung dieser Lernorte und Prozesse. Bibliotheken, Museen, Volkshochschule, aber auch Kindergärten oder Jugendeinrichtungen sind Orte, an denen Bildung stattfindet und an denen die Kommune maßgebliche Gestaltungspotentiale hat.

Wichtigster Ansatzpunkt zur Gestaltung der kommunalen Bildungslandschaft ist der Aufbau eines kommunalen Datenerfassungs- und -auswertungsystems. Damit soll eine einheitliche Datenlage als Entscheidungs- und Handlungsgrundlage für bildungsrelevante Bereiche erreicht werden. Aufbauend darauf werden ausgewählte Bildungsbereiche analysiert und Handlungsempfehlungen für die betreffenden Akteure formuliert. Unter anderem sollen in regelmäßigen Abständen sogenannte Bildungsjournals veröffentlicht werden. Darin werden spezifisch bildungsrelevante Bereiche untersucht und die Ergebnisse öffentlich gemacht. Je nach Bedarf werden dann Impulse zu neuen Strukturen, Prozessen und/oder Modellprojekten gegeben.

Kurzinfos:

  • gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds
  • Förderzeitraum: September 2015 – August 2018
  • zwei Personalstellen (Bildungsmonitoring und Bildungsmanagement)

Bildungsmonitoring:

  • Aufbau eines Datenerfassungssystem und datenbasierten Berichtswesens in der Verwaltung
  • Schaffung einer gemeinsamen einheitlichen Datenlage als Entscheidungs- und Handlungsgrundlage
  • Analyse ausgewählter Bildungsbereiche und Veröffentlichung von Ergebnissen in Bildungsjournalen

Bildungsmanagement:

  • Auswertung und Kommunikation der Ergebnisse des Monitorings Abbildung einzelner Bildungsbereiche und Formulierung von Handlungsempfehlungen
  • Vernetzung und Einbindung kommunaler bildungsrelevanter Akteure

Bis dato hat das Projekt viele positive Ergebnisse erreicht. So ist zum Beispiel eine Lenkungsgruppe zur Steuerung des kommunalen Bildungssektors aufgebaut worden. An anderer Stelle wird eng mit dem Ausschuss für Bildung und soziokulturelle Teilhabe des Kreistages zusammengearbeitet. Innerhalb der Verwaltung ist eine fachübergreifende Bildungsdatenbank entstanden und als eines der wichtigsten Ergebnisse sind in aktuell 6 Bildungsjournalen einzelne bildungsrelevante Themen analysiert worden.

  1. Bildungsjournal zu neuen Impulsen für Schularchitektur und Klassenzimmer
  2. Bildungsjournal zur Bestandsaufnahme des aktuellen Zustandes der Außensportgelände von Bildungseinrichtungen in Trägerschaft des Landkreises Nordhausen
  3. Bildungsjournal zur aktuellen Situation und Nutzung der EDV-Technik an Schulen in Trägerschaft des Landkreises Nordhausen
  4. Bildungsjournal zu Möglichkeiten der Lehrergewinnung am Beispiel verschiedener Bundesländer
  5. Bildungsjournal zur Situation von Schulen im Landkreis Nordhausen
  6. Bildungsjournal zur baulichen Situation von Schulen im Landkreis Nordhausen

Die Bildungsjournale können über das Projekt eingesehen werden. Bitte kontaktieren Sie dazu die Mitarbeiter.  

Projekt zur Gestaltung der Bildungslandschaft nach 5 Jahren erfolgreich abgeschlossen

Im Dezember 2015 startete der Landkreis Nordhausen mit dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfond der Europäischen Union geförderten Projekt „Bildung integriert Nordhausen“. 

Ziel des Bundesprogrammes und des entsprechenden kommunalen Projektes war der Aufbau eines kommunalen Bildungsmanagements – einfacher ausgedrückt sollte der Landkreis die Grundlagen bilden, die eigene Bildungslandschaft aktiv zu gestalten.

Durch das Bildungsmanagement und Bildungsmonitoring sollten im ersten Schritt die kommunalen Bildungsstrukturen analysiert und darauf aufbauend Strukturen geschaffen werden, den Bildungssektor effektiver und effizienter aufzustellen. In der Projektpraxis wurde dabei eine kommunale Datenbank aller bildungsrelevanten Daten und Statistiken aufgebaut, die dann im nächsten Schritt als Grundlage detaillierter Auswertungen und konkreten Handlungsempfehlungen zur Gestaltung des kommunalen Bildungsbereiches. Die Projektmitarbeiter haben in fünf Jahren Projektlaufzeit nach diesem Prinzip unter anderem acht Bildungsjournale erarbeitet. Grundannahme aller Maßnahme ist, dass die Kommune unabhängig der Bildungshoheit des Landes über vielfältige Möglichkeiten in der Ausgestaltung der eigenen Bildungslandschaft hat.

Die Bildungsjournale stellten einen Schwerpunkt der Projektarbeit dar. Inhaltlich sind dabei verschiedene Themen bearbeitet worden. Von Schularchitektur über Investitionsbedarfe im Bildungsbereich bis hin zur Analyse des Marketings der kreiseigenen Volkshochschule sind verschieden umfangreiche Dokumente entstanden, an deren Ende immer konkrete Handlungsempfehlungen an die Verwaltungsspitze bzw. bildungsrelevante Akteure formuliert sind. Insbesondere die Kooperation und intensive Zusammenarbeit mit dem Ausschuss für Schulen, Kultur und Sport des Nordhäuser Kreistages sowie Stefan Nüßle als 1. Beigeordnetem des Landkreises hat zu vielen neuen Strukturen im Bildungsbereich sowie einer neuen Entscheidungs- und Planungskultur geführt.

„Die Etablierung einer datenbasierten Planungs- und Entscheidungskultur ist eines der wichtigsten Projektergebnisse. Wir haben dadurch die Möglichkeit, wichtige Entscheidungen nachvollziehbar und auf der Grundlage kommunaler Daten zu treffen. Die enge Anbindung an die Verwaltungsleitung sowie die Analysen als Grundlage wichtiger Entscheidungen in den Ausschüssen haben sich bewährt und etabliert. Durch das Projekt sind neue Strukturen entstanden“, resümiert Stefan Nüßle. Hans-Georg Müller als Fachbereichsleiter der Schulverwaltung ergänzt „Auch wenn die Bildungspolitik beim Land verantwortet wird, so haben wir als Kommune viele Möglichkeiten, das Thema Bildung in den Fokus zu nehmen – auch an Schule. Über das Projekt konnten dabei viele Impulse gesetzt werden.“ Ein gutes Beispiel sei in diesem Zusammenhang das Thema der Digitalisierung an Schulen. Im Rahmen des Projektes sind bereits 2016 erste Impulse zu Chancen, Möglichkeiten und der Förderung von Digitalisierung im Lehren und Lernen gesetzt worden. Auf Initiative des Projektes ist ein partizipatives/ gemeinschaftliches Vorgehen zwischen Schulträger und Schulen etabliert worden und damit die Grundlagen gebildet für eine strategische und abgestimmte Vorgehensweise. 

Neben der intensiven Kooperation mit der Verwaltungsspitze und dem Ausschuss für Schulen, Kultur und Sport wurde zur Begleitung des Projektes eine Lenkungsgruppe aufgebaut. Hier haben in Ergänzung der Strategietreffen in größeren Abständen alle verwaltungsinternen und –externen Akteure der Region das Projekt strategisch und inhaltlich begleitet. Im Projektverlauf ist die Lenkungsgruppe zudem um ein weiteres und in Nordhausen erstmals erprobtes Instrument ergänzt worden. In Kooperation mit der wissenschaftlichen Begleitung durch die Transferagentur Mitteldeutschland aus Halle ist die Lenkungsgruppe um das Instrument Regionaldiskurs erweitert worden. Durch den Einsatz spezieller Moderationstechniken können hier in einem strukturierten Prozess die wichtigsten bildungspolitischen Handlungsfelder der Kommune definiert werden. 

Eigentlich sollte das Jahr 2020 ganz im Zeichen der Verstetigung von erprobten Strukturen und Netzwerken stehen. Dazu waren bereits Anfang des Jahres Lenkungsgruppentreffen und Regionaldiskurse angedacht. Aufgrund der aufkommenden Corona-Pandemie konnte dies leider nicht wie vorgesehen umgesetzt werden. Nach intensiver Vorbereitungszeit und unter strengen Hygieneregeln wurde dann zum Projektende eine abschließende und wegweisende Veranstaltung durchgeführt. Im Rahmen der Lenkungsgruppe wurde dabei die Verstetigung und Weiterführung der erprobten Strukturen des Kommunalen Bildungsmanagements sowie der damit verbundene Aufbau einer regionalen „Lenkungsgruppe Bildung“ beschlossen. Neben der Weiterführung der Steuerung des kommunalen Bildungssektors sollen damit vor allen Dingen die Grundlagen für eventuell folgende Förderprogramme erhalten bleiben.

Im Anschluss an die Lenkungsgruppe wurde ebenso ein Regionaldiskurs durchgeführt. Hier wurden die bis dato wichtigsten bildungspolitischen Handlungsfelder durch die Anwesenden überprüft und entsprechend der Rahmenbedingungen angepasst. Im Fokus des Kommunalen Bildungsmanagements sollen in den nächsten Jahren die Themen frühkindliche Bildung, Digitalisierung, Berufsorientierung und Berufsschulnetz sowie der Umschulungs- und Fortbildungssektor stehen. Genügend Themen und Aufgaben im Bildungsbereich bestehen also für die Verwaltung in den nächsten Jahren.

Kontakt:
Landratsamt Nordhausen
Fachbereich Schulverwaltung
Alte Leipziger Straße 50 (BIC)
99734 Nordhausen

Tel. 03631  911-4001
E-Mail: Schulverwaltung@lrandh.thueringen.de

Projektleiter: Hans-Georg Müller 
Projektmitarbeiterin Bildungsmonitoring: Sylvia Daehn 
Projektmitarbeiter Bildungsmanagement: Marcel Sievers 

Das Vorhaben „Bildung integriert Nordhausen“ wird im Rahmen des Programms „Bildung integriert“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds gefördert.