Planungskoordination Armutsprävention – Integrierte Sozialplanung

Im Oktober 2018 startete im Landkreis Nordhausen die zweite Förderphase der Planungskoordinierung Armutsprävention. Aufbauend auf Erfahrungen, Erkenntnissen und Ergebnissen der ersten Förderperiode sowie auf der Basis der Armutspräventionsstrategie des Landkreises Nordhausen wird der Umsetzungsprozess integrierter Sozialplanungsprozesse weiter gestaltet. Ziel der integrierten Sozialplanung ist die weitere Verbesserung der bedarfsgerechten Ausgestaltung sowie die qualitative Weiterentwicklung von sozialen Dienstleistungen im Landkreis Nordhausen.

Im Förderzeitraum Oktober 2018 - September 2021 steht die Umsetzung der Armutspräventions-strategie im Vordergrund. Aus dem Leitziel des Projektes -Bekämpfung und Prävention von Langzeitarbeitslosigkeit und daraus resultierenden Armutslagen- wurden in der Strategie verschiedene Ziele und Maßnahmen abgeleitet. Armutsprävention als Querschnittsaufgabe erfordert eine interdisziplinäre und ressortübergreifende Angebotsplanung und somit eine intensive Zusammenarbeit. Die systematische Kommunikation und Vernetzung erhöht die Wirksamkeit und erleichtert die Umsetzung von Vorhaben. Dazu werden die lokalen Institutionen und Akteure aus der sozialen Arbeit (z.B. Träger und Gemeinden) in die sozialräumlichen Strukturen dauerhaft einbezogen. Die partizipative Bestandsaufnahme und Analyse erhöht die Qualität der Sozialplanung, durch aktive Beteiligung von Akteuren und Betroffenen wird das Wissen über spezifische Lebenszusammenhänge mit in qualitative Bewertungen einbezogen und somit kontinuierlich in Sozialplanungsprozessen berücksichtigt. Bestehende Arbeits- und Vernetzungsstrukturen werden genutzt und weiterentwickelt.

Der Freistaat Thüringen fördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds auf der Basis der Armutspräventionsrichtlinie den Einsatz von Planungskoordinatoren/innen und unterstützt somit  die fachvernetzenden Sozialplanungsprozesse in den Kommunen. Diese neue regionalisierte Thüringer ESF- Förderstrategie ist einmalig in Deutschland. Die fachliche Begleitung erfolgt durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie. Durch eine durchgängige Berücksichtigung des Gleichstellungsaspekts in allen Phasen der Projektumsetzung wird dem ESF-Querschnittsziel „Gleichstellung von Frauen und Männern“ Rechnung getragen.

Das besondere Anliegen der integrierten Sozialplanung ist es, die Menschen in die Planungspraxis einzubeziehen. Ob nun über Befragungen, Diskussionen oder andere gemeinwesensorientierte Angebote, die Beteiligung der potentiellen Nutzer und Umsetzer der Angebote ist ein wichtiges Merkmal einer nachhaltigen Sozialplanung.

Sie haben Interesse, sich in diesen Prozessen aktiv einzubringen? Sie können die Erkenntnisse der Armutsprävention mit Ihren Beobachtungen, Wahrnehmungen und Bedarfen vergleichen und uns stets Rückmeldung dazu geben, damit wir unsere soziale Infrastruktur passgenau und bedarfsgerecht gestalten können.

Kontakt

Landratsamt Nordhausen

Stab Sozialplanung/Controlling
Behringstraße 3
99734 Nordhausen

Tel.: 03631 911–5011/–5012
E-Mail: Sozialplanung@lrandh.thueringen.de